Der Mond, der zu Blut wird, ist eines der ältesten Zeichen der Bibel — und ein reales Ereignis, das du von deinem eigenen Garten aus beobachten kannst, wenn du weißt, wann du hinschauen musst.
Ein Blutmond ist eine totale Mondfinsternis — der Augenblick, in dem die Erde direkt zwischen Sonne und Mond tritt und der Mond vollständig in den Schatten der Erde gleitet. Statt dunkel zu werden, färbt er sich tiefrot-kupfern. Die Farbe ist echt, kein Trick des Auges: das Sonnenlicht bricht sich durch den Ring der Erdatmosphäre und fällt auf die Oberfläche des Mondes — es trägt das Rot jedes Sonnenaufgangs und Sonnenuntergangs der Erde auf einmal hinauf und wirft es über den Mond.
Es ist ein eindrucksvoller Anblick, und die Schrift hat ihren eigenen Namen dafür. Lange bevor jemand die Mechanik einer Finsternis beschrieb, nannten die Propheten es schlicht: der Mond, der zu Blut wird.
Vom vierten Tag der Schöpfung an wurde dem Mond ein Zweck gegeben, der über das Erhellen der Nacht hinausgeht.
"Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre." — 1. Mose 1,14
Die Lichter des Himmels wurden als Zeichen gesetzt — Markierungen, an den Himmel gestellt, um gelesen zu werden. Die Psalmen kehren zu derselben Idee zurück und nennen den Mond unter den verordneten Werken Gottes, so treu und beständig wie der Bund selbst:
"Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen." — Psalm 104,19
"Wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein, und gleich wie der Zeuge in den Wolken gewiß sein." — Psalm 89,37
Wenn der Mond also etwas Ungewöhnliches tut — wenn er sich verfinstert oder zu Blut wird — behandelt die Schrift es nicht als einen Zufall der Natur. Sie behandelt es als das Zeichen, das er sein sollte.
Das Bild zieht sich von den Propheten über die Apostel bis zur letzten Vision der Offenbarung — stets verbunden mit dem Tag des HERRN.
"Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt." — Joel 3,4
Petrus greift die Worte Joels am Pfingsttag auf und wendet sie auf das gerade begonnene Zeitalter an:
"Die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des HERRN kommt." — Apostelgeschichte 2,20
Johannes sieht dasselbe Zeichen beim sechsten Siegel geöffnet:
"Und ich sah, daß es das sechste Siegel auftat, und siehe, da ward ein großes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein härener Sack, und der Mond ward wie Blut." — Offenbarung 6,12
Und Jesus selbst weist auf den Himmel als den Ort, den man beobachten soll:
"Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen." — Lukas 21,25
Was auch immer diese Stellen sonst enthalten, sie teilen eine Anweisung: der Mond ist ein Zeichen, und ein verfinsterter oder blutroter Mond ist ein Zeichen, das der Beachtung wert ist. Das ist Grund genug, zu wissen, wann der nächste eintritt.
Nicht jeder Blutmond ist überall sichtbar. Eine Mondfinsternis kann nur von der Erdhälfte aus gesehen werden, die in jener Stunde dem Mond zugewandt ist, sodass es ganz davon abhängt, wo auf dem Globus du stehst, ob du sie sehen wirst. Der Kalender rechnet das für dich aus — er kennt die Daten und Zeiten der kommenden Finsternisse und ob sich jede über deinen eigenen Horizont erhebt.
Zu deinem Standort: die Schaltfläche verwendet nur deinen ungefähren Standort auf Stadtebene — kein GPS, nicht deine genaue Position — und das nur für eines: zu berechnen, ob jede Finsternis über deinem Horizont steht. Mehr nicht.
Kalender öffnen →Die Schrift behandelt den verfinsterten Mond als ein Zeichen, das über sich selbst hinausweist — auf den Tag des HERRN — nicht als ein Datum, das entschlüsselt, oder einen Countdown, der gefürchtet werden müsste. Dasselbe Buch, das den Mond ein Zeichen nennt, warnt auch davor, zu viel daraus zu machen: der Himmel wurde gegeben, um gelesen, nicht um angebetet zu werden.
"...daß du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne... und fallest ab und betest sie an." — 5. Mose 4,19
Das Ziel hier ist also schlicht und unaufgeregt: zu wissen, wann ein Zeichen, das die Bibel nennt, tatsächlich am Himmel steht, und unter denen zu sein, die es beobachten, wenn es geschieht.
Die Bibelzitate stammen aus der Lutherbibel von 1912 (gemeinfrei). Daten, Zeiten und Sichtbarkeit der Finsternisse berechnet der Henoch-Kalender aus astronomischen Daten für den von dir angegebenen Standort. Die Rötung des verfinsterten Mondes ist gebrochenes Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre — gewöhnliche Astronomie, hier in den schlichten Worten beschrieben, die der biblische Text verwendet.